Interessengemeinschaft aller Motorradfahrer/-innen

Diejenigen Motorradfahrer/innen, die jetzt noch sagen: "Wenn ich mir das Motorradfahren nicht mehr leisten kann, melde ich es eben ab", sind 100%ig sicher die Ersten, die anfangen zu jammern, wenn WIRKLICH die ersten Gesetze in Kraft treten. 

Die MID steckt - bedingt durch die geringe Motorradfahrer-Beteiligung - in einer tiefen Finanzkrise. Deshalb wird es jetzt Zeit, Solidarität zu zeigen. Wenn Ihr VORHER nichts für die MID übrig hattet, dann spendet wenigstens JETZT etwas. Wir können sicherlich niemanden zwingen, sich für sein Recht einzusetzen, aber wenn es schon Menschen gibt, die sich für EUCH einsetzen, zeigt wenigstens, dass Ihr das honoriert. 

Die MID darf nicht untergehen. Denn die MID tut was für EUCH, und es ist wichtig, daß die Motorrad-Verbände in Deutschland endlich anfangen, ZUSAMMEN zuarbeiten. Nur so können wir effektiv vorgehen. 

Spenden werden für die Durchführung der Aktion immer benötigt, wendet Euch für die Bankverbindung an einen der Stammtische, die Regionalbüros oder an den Vorstand. 

Wollt Ihr Streckensperrungen?

Wem von uns ist sie nicht schon mal begegnet; die Straße, die Du als MotorradfahrerIn nicht befahren darfst, die Autofahrer dagegen schon. Du hast - wie sie - brav Deine Steuern bezahlt und trotzdem ist sie für Dich tabu. 

Wollt Ihr 125 ccm?

Seit dem 01.03.96 können viele Autofahrer einfach so ein Motorrad besteigen, ohne zuvor eine Prüfung abgelegt zu haben. Sie dürfen ihre 125 ccm voll ausnutzen, doch den 16- bis 17jährigen werden nur 80 km/h zugesprochen. 

Oder wollt Ihr was dagegen tun?

Die Biker’s Cooperation spricht sich entschieden gegen Streckensperrungen, zu lockere Handhabung der 125 ccm Klasse, Antimanipulationsgesetze und mehr aus. Es ist nun so langsam der Punkt erreicht, an dem wir Steuerzahler sagen, daß es genug ist. Wir Biker wollen nicht länger wie Stiefkinder behandelt werden, sondern verlangen eine 100 %ige Gleichbehandlung von Auto und Motorrad. Dafür sind wir bereit, Punkte anzuschneiden, für die viele Autofahrer nur ein Schulterzucken übrig haben. In immer mehr Bereichen nämlich versuchen uns Politiker und Wirtschaftsunternehmen einzuschränken und zu gängeln. Die Diskussionen über neue Paragraphen finden fast ausschließlich in politischen Gremien statt. Die Medien berichten so gut wie nie darüber. Daher folgt hier eine Aufstellung der Punkte, mit denen den Motorradfahrern der Fahrspaß unmöglich gemacht werden soll: 

Streckensperrung

Obwohl Auto und Motorrad gleichermaßen mit Steuern belegt worden sind, kannst Du als Motorradfahrer/innnen manche Straßen nicht nutzen. Grund dafür sind einige wenige Idioten, die die Fahrbahn wohl mit einer Rennstrecke verwechselt haben. Die Gemeinden und Kommunen scheren uns über einen Kamm, und Du kannst Dir einen anderen Weg suchen. 

Sommersmogverordnung

Bei Sommersmog darfst Du Dein Motorrad stehen lassen, es sei denn, Du besitzt ein neueres mit Kat. Es kann doch nicht angehen, daß Halter von Autos über Jahre hinweg für den Einbau eines Kats subventioniert werden und Du - selbst wenn Du wolltest - keinen Pfennig Vergünstigung erhältst. Zudem die Industrie kaum Möglichkeiten entwickelt, Kats nachträglich in Motorräder einzubauen. Es ist ja lukrativer, gleich ein neues Motorrad zu verkaufen. 

Antimanipulationgesetz

Dieser Gesetzesentwurf ist glücklicherweise noch nicht in Kraft getreten, wird allerdings auf europäischer Ebene kräftig diskutiert. Sämtliche Teile - selbst Schrauben - sollen für Motorräder speziell genormt werden, so daß Du keine Möglichkeit mehr hast, selbst Hand an Dein Motorrad zu legen. Änderungen oder Serviceleistungen, die Du bisher selbst erbracht hast, können dann nur noch von Vertragswerkstätten durchgeführt werden, weil sie das notwendige Spezialwerkzeug haben. Uns will man vor fehlerhaftem Schrauben schützen, aber einige von uns sind darin besser als mancher Meister einer Vertragswerkstatt. 

125 ccm-Klasse

Seit dem 01.03.1996 dürfen Autofahrer Motorräder bis zu 125 ccm fahren,ohne irgendeine Prüfung zuvor abgelegt zu haben. Das gilt nur für all jene, die den Führerschein vor dem 01.04.1980 gemacht haben, weil die ja schon alt genug sind. Die 16- und 17jährigen, die im Besitz eines 1b-Führerscheins sind, dürfen - im Gegensatz zu ihren europäischen Kollegen - nur max. 80 km/h fahren. Außerhalb geschlossener Ortschaften werden sie somit mögliche Opfer gefährlicher Überholmanöver von PKW- und LKW-Fahrern. 

Geräuschbegrenzung

Auch wir finden es nicht gut, wenn manche ihren Motor innerhalb geschlossener Ortschaften bis zur Schmerzgrenze aufdrehen. Auf freier Strecke hingegen hat es was für sich. Auf europäischer Ebene sind jedoch Bemühungen im Gang, daß die Lärmgrenze so weit reduziert werden soll, daß man den laufenden Motor nur noch am sich bewegenden Drehzahlmesser feststellen kann. 

Protektorenkombis

Motorradfahren ist nicht ungefährlich, ganz klar. Die Hersteller von Schutzkleidung bieten eine sehr große Auswahl, so daß jeder für sich entscheiden kann, wie er sich schützen will. Besonders England versucht ein EU-Gesetz durchzudrücken, das uns alle in Protektorenkombis zwängen soll. Wir sind dann zwar optimal bei einem Unfall geschützt, doch das Atmen und unsere Bewegungsfreiheit werden dadurch erheblich eingeschränkt Sind wir rechtlich nicht alt genug, um selbst zu entscheiden, was wir tragen wollen? 

 

Wie Ihr seht, sind viele der gültigen bzw. im Entwurf befindlichen Gesetze schlicht und einfach blödsinnig und bringen der Industrie einfach nur mehr Geld. Stattdessen sollten sie von Leuten durchdacht werden, die davon Ahnung haben. ES WIRD ZEIT, DASS WIR UNS WEHREN - JEDER VON UNS! 

Was kannst Du tun?

  • Geh nicht achtlos an Unterschriften- und Briefaktionen vorbei.
  • Schau genau hin, ob da nicht für Deine Rechte und Interessen gekämpft wird.
  • Informier’ Dich über Aktionen und Demos und mach’ mit.
  • Erst die Masse kann etwas bewegen, und jeder einzelne zählt.
  • Tritt einer Interessengemeinschaft bei, bei der Du das Gefühl hast, gut vertreten   zu werden.

Wir arbeiten auf europäischer Ebene für unsere Ziele:

  • Wir wollen zur Unfallverhütung beitragen, indem wir Fahr-Sicherheitstrainings und Erste-Hilfe-Kurse organisieren.
  • Wir treten für eine Gleichbehandlung von Auto- und Motorradfahrern u.a. bei Streckensperrungen ein.
  • Wir sind gegen die Schließung legendärer Motorradtreffs (z. B. 1996 der Kaiserberg in Duisburg).
  • Wir wollen - den Tragezwang von vorgeschriebener Motorradkleidung verhindern. 
  • Wir arbeiten gegen das altbackene Rockerklischee in der Öffentlichkeit.
  • Wir informieren über aktuelle Themen, z.B. Sommersmogverordnung.
  • Wir wollen mehr Motorrad-Parkplätze in den Städten schaffen.
  • Wir treten gegen jedwede Diskriminierung ein.
  • Wir arbeiten mit anderen Interessenvertretungen zusammen.

Komm als aktives oder passives Mitglied zur Bikers-COOPERATION, weil 

  • wir gemeinsam für unsere Rechte als Motorradfahrer eintreten;
  • Du die Möglichkeit hast, mehr Einfluß auszuüben;
  • Du Dich beim monatlichen Stammtisch mit Gleichgesinnten unterhalten kannst;
  • Du kurze oder lange Touren planen und/oder miterleben kannst;
  • nichts verpflichtend, aber alles möglich ist.